Von der Saison 2006/07 an bietet das Greyt-on-Main einen Whirlpool im Garten, an dem Sie ein Flasche Wein aus unserer "honesty fridge" geniessen können: Geniessen Sie es!
Die Gegend um Greyton wurde vor vielen, vielen Jahren zuerst von einem Stamm der Khoi besiedelt, den sog. Hessequas. Diese tauschten das von ihnen gezüchtete Vieh mit der Holländischen East India Company gegen mitgeführte Waren aus Europa und Asien ein. Im Jahre 1738 wurde im Westen von Greyton Genadendal, die erste Missionsstation in Südafrika, von den Moravian gegründet, dem später nach Herrenhuth in Südost-Sachsen ausgewanderten Stamm der Mähren. Im Jahre 1791, wurde die Gegend einem jungen holländischen Farmer, Marthinus Theunissen, überlassen, der sie fortan Weltevreden (zufrieden sein) nannte. Das von ihm gebaute Bauernhaus bewohnte er jedoch nur wenige Jahre, da er die Farm schon bald an Hendrik Cloete verkaufte, dem zu jener Zeit das berühmte Groot Constantia Weingut in der Nähe von Kapstadt gehörte. Cloete war ausserdem ein erfolgreicher Pferdezüchter und nutzte Weltevreden entsprechend. Auch züchtete er Rindvieh und baute Gemüse, Kernobst und Weintrauben an.
Im Jahre 1846 wurde die Farm von Herbert Vigne übernommen, einem kultivierten und wohl erzogenen jungen Mann aus London, der durch Heirat mit Lady Anne Barnard und Sir George Grey, dem damaligen Gouverneur am Kap, verwandt war. Vigne teilte im Jahre 1854 ein Stück seines Landes in 120 Parzellen auf, die seine große Farm einrahmten. Er nannte die so entstandene Ansiedlung Greyton, nach Sir George Grey. Es war die erste Siedlung in ganz Südafrika, in der Menschen jeder Rasse, Farbe, Religion, Sprache und politischer Ausrichtung in Harmonie zusammenlebten: Nachfahren der ersten Siedler leben noch heute in Greyton.
Der Ort wurde im Jahre 1910 zur selbständigen Gemeinde proklamiert. 90 Jahre später ging diese Autonomie verloren, denn Greyton wurde in die Großgemeinde Theewaterskloof eingegliedert. 2004 feierte Greyton seinen 150. Geburtstag.
